Über Brücken gehen

Gepostet von Barbara Spring am Samstag, September 17, 2016 Unter: Gewohnheiten ändern

Hier geht's zum gleichnamigen Videoblog: https://youtu.be/Xlhn3leM1cU



Sichtbare und unsichtbare Brücken
Wir alle überqueren vermutlich täglich reale Brücken um von A nach B zu gelangen. Das können Land-/Wasser-/Luftbrücken sein. Doch wir gehen und bewältigen auch LebensBrücken. 
Das kann ein neuer Lebensabschnitt sein, eine Ausbildung abgeschlossen, ein Umzug, eine neue Liebe… es gibt so unendlich viele „Brücken“ die wir während unseres Lebens gehen. Manche unfreiwillig, manche freiwillig.

Da stehen wir nun so vor unserer Brücke… Ich sehe vor meinem geistigen Auge eine Hängebrücke. Da geht’s rüber. Ich freue mich, wenn ich drüben ankomme!

Alt und Neu
Was lassen wir zurück? Was erwartet uns auf der anderen Seite? Die „Belohnung“ auf die wir vielleicht schon monatelang hingearbeitet haben oder ist es ein neuer Lebensabschnitt? Was auch immer es ist; wir wollen da rüber! Doch womöglich gibt uns diese spezielle Brücke arg zu denken. So eine begegnete uns noch nie. Was, wenn sie nicht hält, wenn wir mittendrin „abstürzen“ und ins bodenlose fallen? Gibt es unter der Brücke so etwas wie einen doppelten Boden, ein Auffangnetz? Werden wir gehalten, aufgefangen? Was wenn uns jemand oder etwas entgegenkommt? An ein Kreuzen ist nicht zu denken. Dann müsste einer zurück um dem anderen den Vortritt zu lassen. Nein, nein… nicht jetzt; nicht jetzt wo wir schon so viel Energie dafür eingesetzt haben um an diesen Punkt zu kommen. Wir wollen keinen Schritt zurück. Doch manchmal ist genau dieser eine Schritt zurück derjenige, der uns weiterbringt. Manchmal. 

Bewusste Entscheidung
Wir Menschen sind Entscheidungen treffende Wesen. Wir tun nichts ohne Grund, ohne ein Ziel zu haben. Was erhoffen wir auf der anderen Seite zu finden? Was wollen wir zurück lassen? Welche Umstände - innere u/o äussere - veranlassen uns, auf diese eine, bestimmte Brücke zuzugehen? Wann sind wir bereit, den ersten Schritt auf unsere Brücke hin zu tun? Was benötigen wir dazu?

Die ersten Schritte verlangen Mut. Doch mit jedem Schritt werden wir sicherer. Wir gehen weiter. Schritt für Schritt für Schritt. Den Blick nach vorne gerichtet. Was war, lassen wir bewusst zurück. Auch dies ist eine bewusste Entscheidung, die jeder für sich trifft. Sind wir bereit, loszulassen?  Sind wir bereit, im Leben weiter zu gehen? Sind wir bereit, Neues in unser Leben zu lassen und uns darauf zu freuen? Vieles wissen wir noch nicht. Einiges haben wir möglicherweise geplant; doch wie es ganau sein wird erfahren wir erst, wenn wir drüben sind; wenn wir an unserem Etappenziel angekommen sind.

Tausend Fragen jagen uns durch den Kopf. Haben wir die „richtige“ Entscheidung getroffen? Führt diese Brücke, vor der wir aktuell stehen, wirklich weiter oder endet sie womöglich im Nirgendwo? Benötigen wir am Ende dieser speziellen Brücke weitere Hilfsmittel um unseren Weg fortsetzen zu können? Verändert sich die Brücke? Benötigen wir auf einmal vermehrte Balance um ausgeglichen sein zu können? Ist die Brücke womöglich noch im Bau? Oder baufällig? Aus welchem Grund haben wir uns gerade diese spezielle Brücke ausgesucht? Sind wir alleine oder werden wir begleitet?

Wie sieht Sie aus, Ihre Brücke? 

"Es ist nicht genug, zu wissen,
man muss auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, 
man muss es auch tun"
- Johann Wolfgang von Goethe - 

Eigene Stärken und Ressourcen erkennen
Manchmal scheint im Leben alles still zu stehen wo es weiter gehen sollte, manchmal scheint sich alles zu drehen wo es still und ruhig sein sollte. Manchmal glauben wir den Halt zu verlieren, manchmal glauben wir nicht vorwärts zu kommen. Was hilft uns, wenn wir in schwierigen Lebenssituationen sind? Welche Stärken, welche Fähigkeiten haben uns immer wieder auf den Weg zurückgebracht?

Fragen wir uns doch einmal, welche LebensBrücken uns in den Sinn kommen. Gibt es LebensBrücken die wir bisher gekonnt vermieden haben? Wozu? Wovor haben wir so grosse Angst dass wir uns innerlich sagen: „nein, diese Veränderung, diesen Weg will ich (noch) nicht gehen. Der Preis, der damit verbunden ist, ist mir im Augenblick viel zu hoch. Ich habe Angst plötzlich alleine dazustehen, alles zu verlieren, es nicht zu schaffen…“.  

Wie real ist diese Angst? Ist es unser inneres Kind das Angst hat? Wie können wir uns selbst erMUTIGend unterstützen? Wir spüren doch, dass diese Brücke… sie begegnet uns immer und immer wieder… dass diese Brücke zu überqueren für uns so wichtig ist.

Ist die Brücke immer da oder haben wir ein bestimmtes Zeitfenster zur Überquerung zur Verfügung? Wenn wir uns dazu entscheiden, nicht zu gehen, uns nicht zu verändern; suchen wir uns dann andere Möglichkeiten, andere Wege oder bleiben wir dort, wo wir sind? Bleiben in der Opferrolle und in der Sehnsucht hängen…  Und sagen uns: „ich wäre so gerne…“; „ich wollte, doch ich konnte nicht weil…“; „ich habe mich nicht getraut diesen Schritt zu tun weil…“.

Was sagt unser Bauchgefühl zu unserem Plan, diese Brücke gleich überqueren zu wollen? Ist unser Bauch einverstanden? Oder will’s der Kopf so haben?

Wie heissen Ihre Lebensbrücken? Vor welcher stehen Sie aktuell? Wann tun Sie den ersten Schritt?


"Akzeptiere was ist
lass los was war
und habe Vertrauen was sein wird"
- Quelle unbekannt - 

In: Gewohnheiten ändern 


Tags: lebesbrücken 

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