Der Weg zum Misserfolg – eine Anleitung

Gepostet von Barbara Spring am Dienstag, November 24, 2015 Unter: Lebensstil

Hier folgen die einzelnen Schritte, die fast sicher zu Misserfolgen führen 

  1. Hab kein Ziele, dafür umso mehr Ausreden, lass dich treiben, mach die nebensächlichen Dinge wichtig, reite möglichst lange und intensiv auf Details rum
  2. Ernte, bevor du gesät hast, für Ergebnisse und Erfolge tu möglichst wenig bis gar nichts;
    streng dich bloss nicht an und pass auf, dass du dich nicht übertust
  3. Gib bei der kleinsten Schwierigkeit sofort auf, oder noch besser: fang gar nicht erst an
  4. Glaube, alles alleine hinbekommen zu müssen, nimm ja keine Hilfe an
  5. Schau niemals bei dir selber hin; die anderen, die Umstände sind Schuld dass...
  6. Pflege die Erwartung, dass zuerst die anderen etwas verändern, tun müssen bevor...
  7. Sei anderen nie einen Nutzen, hilf anderen nie (kultiviere die Haltung "die anderen sollen erst mal etwas für dich tun")
  8. Pflege intensiv Denkweisen und Grundhaltungen wie: Alles-oder-Nichts,  Schwarz-Weiss, Entweder-Oder, Nur-wenn-dann... 
  9. Sei nie dankbar, fordere was das Zeug hält
  10. Lerne nichts aus deinen Erfahrungen und Fehlern - das ist nur was für Weicheier
  11. Vergleiche dich mit anderen, wo du nur kannst und so oft du nur kannst
  12. Habe keine Geduld
  13. Höre dir und anderen nie zu, zeige kein Interesse, sei mürrisch, launisch und unzugänglich
  14. Trainiere deinen Blick für Fehler, für alles was nicht klappt
  15. Nimm keine Herausforderungen an
  16. Sprich mit dir selber negativ, finde deine Fehler, macht dich selber fertig
  17. Sei nie humorvoll, witzig, lustig - Humor verdirbt ja schliesslich den Charakter
  18. Finde heraus, was dir im Leben alles fehlt, auf was du alles verzichten musst
  19. Finde an deinem Leben keinen Gefallen
Diese Aufzählung ist nicht abschliessend. Vielleicht finden sich ja noch einige Punkte... dann einfach gleich selber ergänzen. 

Achtsamkeit
Positives Denken bedeutet nicht, blauäugig durch die Welt zu gehen. Positives Denken heisst, dass wir uns immer wieder bewusst machen können, in welchem Umfeld wir leben, dass wir auf unser (Er-)Leben einen direkten Einfluss nehmen können. Positives Denken ersetzt das Schwere nicht einfach durch Leichtes. Jedoch setzen wir mit dieser Fähigkeit bewusst Kräfte frei, den Themen unseres (Er-)Lebens mutig zu begegnen und Lösungen, Wege und andere Möglichkeiten im Umgang damit zu finden. 
  • Worüber bin ich dankbar und glücklich?
  • Was mache ich gerne?
  • Worauf bin ich stolz?
  • Wofür begeistere ich mich?
  • Mit welchen Menschen bin ich gerne zusammen?
  • Welche Menschen lassen sich von meiner Lebensfreude anstecken?
  • Welche Erinnerungen der letzten Tage, Wochen, Monate zaubern mir ein Lächeln aufs Gesicht?
  • An welchen Orten fühle ich mich pudelwohl?
  • Wann war ich in der letzten Zeit mutiger als sonst?
  • Wann verspüre ich inneren Frieden, Ruhe, Ausgeglichenheit?
Das ganze Leben ist eine einzige Geschichte. Viele Menschen erkennen bloss nicht, dass sie selbst die Autoren sind und die Geschichte so schreiben - ja so umschreiben können - wie sie sie wirklich haben.
Das jedoch hat auch seinen Preis. Sind wir dazu bereit? Das (Er-)Leben folgt dem Gesetz der Resonanz. Wir können unmöglich einen Stein ins Wasser werfen, ohne dass es Wellen gibt...

Zeile für Zeile
Meine eigene Wüste
Zeile für Zeile
Mein Paradies
(Marie Luise Kaschnitz, Ein Gedicht)


Wie wir werden, was wir sind
Von Geburt an haben wir durch unsere Umwelt vom ersten Tag an gelernt, was wir über uns selber, über die anderen, über Männer, Frauen, Fremde, Feuer, Wasser... über die Welt und das Leben denken sollen. Unsere Eltern waren in den ersten Jahren unsere primären Trainingspartner. Von ihnen haben wir so vieles gelernt, abgeschaut. Sie waren unsere Vorbilder. 
  • Wie war die Familienatmosphäre?
  • Wie sind die Eltern miteinander umgegangen?
  • Wie sind die Eltern mit anderen umgegangen?
  • Gab es Geschwister oder sind wir als Einzelkind aufgewachsen?
  • Wie wurde untereinander, miteinander kommuniziert?
  • Wie war der Umgang mit schwierigen Situationen?
  • Wo erleben wir ein Wir-Gefühl? Wo, wann fühlen wir uns zugehörig? 
  • Wie war der Umgang mit Geld, mit Ressourcen grundsätzlich?
  • Wurden die Eltern, oder vielleicht auch ein Elternteil im speziellen, als mutig oder ängstlich wahrgenommen?
  • Gab es Krankheiten in der Familie?
  • Gab es Unausgesprochenes, das die Familie(-ngeschichte) geprägt hat oder noch prägt?
  • ...
So sind unsere Meinungen, Grundüberzeugungen und Werte entstanden die wir tief in unsrem Unterbewusstsein abgespeichert haben. Und an diese, für uns logischen Überzeugungen glauben wir ein Leben lang - und verhalten uns auch danach. 

=> wichtig zu wissen: die Eltern haben stets ihr Bestes getan, was für sie in jedem Augenblick möglich war <=

  • Welche Rolle geben Sie sich heute in Ihrem Leben, in Ihrer Partnerschaft, bei der Arbeit, im Kontext mit anderen?
  • Müssen Sie sich (zu) oft anpassen?
  • Müssen Sie laut sein, um überhaupt gehört zu werden?
  • Müssen Sie alles unter Kontrolle haben? Ist Ihnen Sicherheit überaus wichtig?
  • Welche Rollen geben sie den anderen? Den Frauen? Den Männern? Wie glauben Sie, ist das Leben?
  • Was passiert mit Ihnen, wenn etwas Unerwartetes auf Sie zukommt? Gehen Sie mutig an "Abenteuer" heran? Oder lassen Sie lieber andere vorgehen... und sind dann vielleicht über mangelnden Erfolg immer wieder enttäuscht?
In der Beantwortung dieser Fragen zeigt sich der persönliche Lebensstil. Darin spiegelt sich unsere Persönlichkeit, unser Charakter, unsere Mentalität, unseren inneren Programme wieder. Diese Programme sind für den Einzelnen die bewährten Vorgehensweisen bestätigt durch die Erfahrungen aus der eigenen Vergangenheit. 

"Ob man sein Leben lachend oder weinend verbringt - es ist die gleiche Lebenszeit" (Japanisches Sprichwort)

  • So haben wir alle ein Selbstbild - wer / was bin ich, wie sehe ich mich
  • Auch haben wir alle eine konkrete Vorstellung von unserem Selbstideal - wie / was muss ich sein, um einen Platz zu haben, wertvoll zu sein
  • Auch haben wir alle ein Weltbild, eine Meinung über alles, was nicht uns direkt betrifft
Und weil so jeder Mensch sein (Er-)Leben durch den Filter seiner eigenen, ganz persönlichen Meinungen aus der frühen Kindheit sieht, hat auch - jeder für sich - ein System der eigenen, subjektiven Wahrnehmung entwickelt. Daher:
  • Gibt es keine Objektivität
  • Hat jede/r aus seiner Sicht erst einfach mal "recht"
  • Macht das Verhalten für den Einzelnen jetzt gerade, in diesem Augenblick durchaus Sinn
Und so kreieren wir unbewusst und sehr zielstrebig unsere Verhaltensmuster, unsere täglichen Lebenserfahrungen. Wir "bestätigen" uns damit unsere innere Meinungen und Überzeugungen. Die Positiven wie die Negativen. 

Wollen wir in den Spiegel sehen?
  • Davon Abschied nehmen, andere oder die Umstände für die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen verantwortlich zu machen
  • Wir fühlen, wie wir denken
  • Wir werden nicht ängstlich, ärgerlich, mutig geboren
Was immer wir über uns und das Leben denken, wird wahr werden. Es ist eine selbsterfüllende Prophezeihung. 

Wüsste ich,
woher die Gedanken kommen,
ich würde dorthin gehen.
(Michael Longley)

Der Weg
Nehmen wir also unseren Spiegel hervor und schauen bewusst hinein
  • Wen sehe ich da?
  • Gefällt mir, was ich sehe?
  • Was will ich ändern?
  • Was ist gut so, wie es ist?
  • Was sehen womöglich die anderen?
  • Meine Befürchtungen, Ängste, Nöte... nenne ich jetzt mutig beim Namen
  • Was will ich nicht und dennoch erlebe ich es immer wieder? Kann ich meinen Anteil daran erkennen?

  • Wo will ich hin?
  • Was will ich als nächstes tun, lassen, erreichen?
  • Was kann ein erster, kleiner Schritt in diese Richtung sein?
Und jetzt folgen die einzelnen Schritte zum Erfolg
  1. Jede/r ist ist für sein (Er-)Leben selbst verantwortlich
    Setze dir Ziele - kleine Ziele, gehe Schritt-für-Schritt vorwärts
    Konzentriere dich auf das Wichtige und lass die Nebensächlichkeiten ruhen
  2. Zuerst säen, dann pflegen, dann ernten. Es ist ein immerwährender Kreislauf.
    So wie du denkst, fühlst du dich und so wie du dich fühlst, wirst du dich verhalten
    Deine Gedanken von heute sind dein Erleben von morgen
  3. Hör auf darüber nachzudenken, wie "es" sein könnte - starte damit!
    Finde heraus, was "das Gute am Schlechten" ist. Was will dir deine aktuelle Situation gerade sagen, zeigen, lehren. Übe, komm in die Gänge und halte mutig durch, suche nach Varianten, anderen Möglichkeiten; bleib am Ball
  4. Keiner baut ein Haus alleine; wir sind alle aufeinander angewiesen und es tut gut zu wissen, dass du Hilfe holen kannst. Und übrigens: Hilfe und Unterstützung geben zu können, wirkt ebenfalls erMUTIGend!
  5. Nur wenn du dich selber veränderst, nur wenn du bereit bist, bei dir selber hinzuschauen, wird sich wirklich in deinem Leben etwas verändern. Nochmal: jede/r ist für sich selbst verantwortlich
  6. Komm aus der Opferrolle heraus und werde zum Gestalter, Designer, Architekt deines (Er-)Lebens. Gib jeden Tag dein Bestes. Das ist gut genug. Du kannst dich fragen: was will ich morgen anders machen?
  7. Sei für andere da. Es ist stets ein Geben und Nehmen
    Stelle ein Gleichgewicht und Gleichwertigkeit her
  8. Finde die vielen Nuancen zwischen Ja vs. Nein, Gut vs. Schlecht, Schwarz vs. Weiss etc.
  9. Sei bewusst und immer wieder dankbar; auch oder gerade für die kleinen Dinge in deinem Leben wie ein Lächeln, ein nettes Wort, dass du sprechen, gehen kannst, dass du eine Arbeit hast, dass du nicht alleine bist...
  10. Lerne aus deinen Erfahrungen. Nutze die gemachten Fehler um weiter zu kommen...Fehler sind wertvolle Lehrmeister - nutze sie
  11. Stoppe das Vergleichen. Sofort. Du bist einzigartig und etwas Besonderes. Wie jede/r andere auch
  12. Geduld ist eine Tugend. Glaube an dich und deine Fähigkeiten.
    Das Laufen hast du ja auch nicht in einem Tag gelernt. Übe, übe, übe... immer weiter üben
  13. Höre aktiv und bewusst zu - dir selber und anderen-, sei aufmerksam, lass dich begeistern und mitreissen, schau deinem Gegenüber in die Augen
  14. Schätze auch die kleinen Dinge - es gibt so viele davon. Sei mit dir selber immer wieder wohlwollend
  15. Jede Herausforderung fordert dich auf, heraus zu kommen, von da wo du gerade bist.
    Nimm sie dankbar an und komm in Bewegung
  16. Gehe wertschätzend und wohlwollend mit dir um
    Sage dir immer wieder: ich bin gut genug so, wie ich bin - und ich kann an mir weiter arbeiten
  17. So manches lässt sich mit Humor viel besser lösen und einfacher regeln
  18. Stärke deine Wahrnehmung auf das was du bist, was dich ausmacht, was du hast
  19. Du hast nur dieses eine Leben - mach das Beste daraus - jeden Tag!
                   
                              Viel Spass beim 

In: Lebensstil 


Tags: "positives grundhaltung" durchstarten "ziele setzen und verfolgen" 

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Ich freue mich auf Rückmeldungen und darauf, Sie kennen zu lernen!

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