Die Zutaten zur Lebenslust

Gepostet von Barbara Spring am Mittwoch, Dezember 16, 2015 Unter: Selbstvertrauen
Es sind Ressourcen, die in uns allen in reichem Umfang zur Verfügung stehen.
Es sind Kräfte und Fähigkeiten die uns in schwierigeren Zeiten tragen. 




Es ist das Vertrauen
Vertrauen zu wollen - oder auch nicht - ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Das Urvertrauen entwickeln wir Menschen in unserem ersten Lebensjahr. Jedes Kind weiss zum Zeitpunkt seiner Geburt, was Geborgenheit bedeutet. Nach der Geburt, in seiner neuen Welt, strebt das Kind danach den Schutz, die Wärme, die Nähe, die "sichere Umgebung" aus dem Mutterbauch immer wieder erlangen zu können. In diesen ersten zwölf Lebensmonaten ist die Mutter der Mittelpunkt, das Vorbild, das "non plus ultra" für das Kind. Das Kind lernt von seiner Mutter das, was sie ihm vorlebt. Das Kind erfährt im besten Fall, was es bedeutet, bedingungslos geliebt zu werden, ganz einfach nur darum, weil es geboren worden ist, weil es jetzt ein Teil vom grossen Ganzen ist. 

Jeder Mensch erlebt sein (Er-)Leben durch den Filter seiner eigenen, ganz persönlichen Meinungen aus der frühen Kindheit. Von klein auf erschaffen wir uns - jeder für sich - ein System der subjektiven Wahrnehmung. 

  • es gibt keine Objektivität
  • jede/r hat aus seiner Sicht "recht"
  • das Verhalten des Einzelnen macht für ihn / für sie in diesem Augenblick Sinn und ist absolut normal
Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Schwierige Zeiten werden von guten Zeiten abgelöst und umgekehrt. Wenn wir im ersten Lebensjahr erfahren dürfen, dass wir uns auf unsere primäre Bezugsperson verlassen dürfen, wenn wir in dieser Zeit unser Vertrauen aufbauen können, dann ist dies die goldene Basis die uns dabei hilft, schwierigere Zeiten zu überstehen, ja vielmehr sogar, daraus gestärkt und erMUTIGt hervorgehen zu können. Wir stehen mit "beiden Beinen auf dem Boden", wir sind mit dem Leben verwurzelt. 

Urvertrauen bedeutet, ohne Erwartungen, ohne Vorbehalt geliebt zu werden; einfach weil wir da sind. Wir brauchen nichts dafür zu tun. Wir können intuitiv spüren und erfahren, dass es für unsere Umwelt schön ist, dass wir geboren worden sind, dass es uns gibt. 

Durch die Gewissheit, dass wir uns, unserer Umwelt, dem Leben vertrauen können glauben wir an das Gute, an das gute Gelingen, an einen gute Ausgang. Wir sind grundsätzlich positiv konditioniert. Das Urvertrauen kann auch wie das Spiegelbild der Hoffnung gesehen werden, denn sie gewährt der Zukunft einen Vorschuss; manchmal auch mehrere. 

Es ist die Hoffnung
Die Hoffnung ist das Licht der Zukunft. Die Hoffnung erMUTIGt uns, lässt uns stark sein, stark bleiben und immer wieder stark werden. Sie führt uns und zeigt uns immer wieder andere, neue Wege die wir gehen können. Wenn wir auf die Hoffnung vertrauen löst dies eine wunderschöne und motivierende Zuversicht aus. Ohne Hoffnung kommen wir erst gar nicht ins Tun. Die Hoffnung lässt uns handlungsfähig werden und bleiben. Und sie hilft uns auch, immer wieder die Perspektive verändern zu können. Mit den Augen des anderen sehen, mit den Ohren des anderen hören, mit dem Herzen des anderen fühlen wollen. 

Es ist die Akzeptanz
Akzeptieren zu können ist ein wertvolles Gut. Es gibt einfach Dinge, die können wir nicht verändern. Die sind, wie sie sind. Wir können sie nur akzeptieren. Das ausgesprochene Wort kann nicht unausgesprochen gemacht werden. Was geschehen ist, ist nun mal geschehen. Punkt. Wenn wir diese Tatsache nicht annehmen wollen, verbrauchen wir unnötig viel Energie und bleiben in der Vergangenheit, im Wunschdenken hängen, strampeln an Ort und kommen keinen Schritt vorwärts... und dabei bleibt das Geschehene immer noch geschehen. 

"Gib mir die Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann,
den Mut, das zu ändern, was ich ändern kann, 
und die Weisheit zwischen beidem unterscheiden zu können"
(Reinhold Niebuhr)

Reflektieren "was ist passiert?"
  1. Love it!
    Das Gefühl ist nur kurzfristig, die Situation einmalig. Keine Handlung, keine Veränderung ist notwendig. Die Situation kann unmittelbar losgelassen werden
  2. Change it!
    Willst du resp. kannst du die Situation jetzt positiv beeinflussen / verändern?
    Dann tu das unbedingt! Entscheide du selbst, wo und wie es in deinem Leben lang gehen soll!
  3. Leave it!
    Kannst du die Situation / die Umstände weder verändern noch akzeptieren?
    Dann verlasse die Situation ganz! Jetzt!
    Wenn du das nicht willst, dann halte sie aus - ohne zu Murren. Die Entscheidung liegt ganz bei dir. Beides hat seinen Preis. Welchen bist du bereit "zu zahlen"?

Anders ausgedrückt:
  • sich der Realität stellen, annehmen was gerade ist
  • die Geschehnisse als (unangenehmen) Teil des Lebens annehmen wollen
  • die Verantwortung für sich und sein Denken - Fühlen - Handeln übernehmen wollen
    - was will ich daraus machen?
    - wie will ich damit umgehen?
    - was will ich daraus lernen?
    - wie will ich weiterleben? (hadernd oder doch lieber nach vorne blickend, in Chancen und Möglichkeiten denkend?)
  • ins Tun, ins Handeln kommen. Die eigene Perspektive ganz bewusst verändern wollen - immer wieder
Es ist die Liebe
Für die Liebe gibt es so viele Umschreibungen, Beschreibungen und doch empfindet sie jeder und jede für sich ganz anders. In der Liebe können wir Kraft, Halt, Wertschätzung, Gleichwertigkeit, ErMUTIGung finden. In der Liebe können wir auf der anderen Seite auch Erschöpfung, Enttäuschung, Abwertung, Entmutigung finden. Liebe kann eine Strafe oder ein Segen sein.

Liebe ohne Vertrauen funktioniert nicht. Gerade wenn wir selber in einer Krise stecken ist das gefühlte Vertrauen des Gegenübers so wichtig: «du schaffst das schon!»; «ich bin für dich da!»

Liebe bedeutet auch, sich mit dem anderen verbinden, auf die gleiche Ebene begeben zu wollen. Liebe bedeutet auch seinen eigenen Standpunkt immer wieder überprüfen und auch verlassen zu wollen und auch, standhaft zu bleiben. Liebe ist ein Geben und Nehmen.

Liebe bedeutet auch, wie wir mit uns selbst umgehen. Können wir uns selbst lieb haben? Denn das ist die Basis für alles Weitere. Wenn wir uns nicht lieb haben… wie sollen es dann die anderen können?

...und jetzt entsteht die Lebendigkeit
Oder auch Lebensfreude, Lebenslust, Enthusiasmus, ErMUTIGung, Spontaneität, Kreativität. In der Lebendigkeit ist die Bewegung enthalten. Neues Denken zulassen wollen. Neues Handeln einüben wollen. Neue Erfahrungen machen wollen. Mutig zu sich und seinen Wünschen, Bedürfnissen, Träumen stehen wollen und sich dafür auch einsetzen wollen. Das Leben leben, das wir für uns wollen. Das braucht oft Mut.

Mut tut gut! Mut bringt uns weiter! Mut macht selbstbewusst! Mut macht zufrieden!

In: Selbstvertrauen 


Tags: vertrauen lebenslust 

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