Drehen wir doch unsere gewohnte Welt(-Sicht) einmal um…

Gepostet von Barbara Spring am Dienstag, April 12, 2016 Unter: Gewohnheiten ändern
…und neue Einblicke tun sich auf



Wenn wir den Blickwinkel verändern mag das neue Bild gewiss ungewohnt sein... doch kann es sich durchaus lohnen und sehr bereichernd sein, das Bekannte und Gewohnte aus dem eigenen Leben einmal ganz bewusst und über eine längere Zeit aus "anderen Augen" zu betrachten.

Wir gehen mit der Brille unserer eigenen Wahrnehmung und unserer eigenen Schlussfolgerungen durch die Tage. Wir gehen davon aus die Wirklichkeit zu erleben. Wir erleben UNSERE eigene Wirklichkeit… nicht die der anderen.

Wahrnehmung ist eine persönliche Angelegenheit
Schreiben wir jemandem eine eMail, einen Brief oder auch nur eine Kurznachricht, legen wir in jedes Wort unsere eigene Betonung hinein. Das passiert ganz automatisch. Wir können noch so wohlwollend schreiben… wenn das Gegenüber womöglich einen „scheiss Tag“ hat… kann es schon mal vorkommen, dass unsere Botschaft völlig schräg rüberkommt. Und dann? Wir bekommen mit, dass etwas nicht stimmt und haben immer die Wahl. Wollen wir nachfragen oder doch lieber die miese Stimmung im Raum stehen lassen? Wollen wir die Sicht des Gegenübers einnehmen und dadurch verstehen können… oder doch lieber nicht?

In der Wahrnehmung gibt es kein Richtig oder Falsch. Es gibt einfach nur die Wahrnehmung (was nehmen wir jetzt gerade in diesem Augenblick für wahr) und die daraus resultierende Schlussfolgerung. Jeder hat für sich im ersten Augenblick einfach mal recht. Im nächsten Schritt können wir uns aufeinander abstimmen und die Sichtweisen darlegen, austauschen. Wenn wir wollen. Wir können’s auch lassen.

Im Verändern der eigenen Sicht liegt ein gewaltiges Potential, ein riesiges Wissen, das wir jederzeit anzapfen können.

"Siehst Du mein Freund, es liegt nicht am Gehör. Was wir wahrnehmen können oder nicht, liegt ausschliesslich an der Richtung unserer Aufmerksamkeit. Was Du hörst, sagt mehr darüber aus wie Du denkst, als was Dich umgibt."

Indianische Weisheit

Wie kommen wir nun in eine andere Sichtweise
Ganz einfach; indem wir es wollen und in der Folge auch tun. Wir können uns die Empathie zunutze machen, wir könen Verständnisfragen stellen, wir können aktiv zuhören und spiegeln was bei uns ankommt, wir können mit der Rückmeldung des Gegenübers arbeiten, wir können uns selbst aktiv zuhöre (ist eine spannende Übung!) indem wir uns achten, welche Worte wir benutzen, mit welcher Betonung wir sprechen (damit ist auch das innere Selbstgespräch gemeint), wie wir gestikulieren, wo unser Blick beim Sprechen hingeht, ob wir gleichzeitig Sprechen und in Gedanken schon weiter sind...

Bewusstes Wahrnehmen
Das letzte Mal in der Natur unterwegs... haben wir das Zwitscher der Vögel gehört? Wie roch das Gras? Wie fühlte sich der Wind an? Führten wir Gespräche die wir sonst nicht führen? Wie war die eigene Befindlichkeit? Vorher und nach dem Aufenthalt in der Natur? Welche Gedanken konnten geordnet werden? Was ist bewusst(er) u/o wichtig(er) geworden? 
Wann haben wir das letzte Mal ganz bewusst den Alltag unterbrochen und inne gehalten? Wir sind in der heutigen Zeit so oft in Eile, "im Stress"... wann erlauben wir uns, einen Gang zurückzuschalten und kommen dennoch am Ziel an. 

Wir sind jederzeit frei unsere Wahrnehmung zu überprüfen. Wir sind jederzeit frei immer wieder mit den Augen des anderen zu sehen, mit den Ohren des anderen zu hören und mit dem Herzen des anderen zu fühlen. Wir sind jederzeit frei unsere eigene Position zu halten oder zu verlassen... und auf andere Sichtweise einzugehen... und erst dann eine von vielen möglichen Schlussfolgerungen zu ziehen. 

In: Gewohnheiten ändern 


Tags: andere sichtweise 

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