Genug. Sendepause, Funkstille

Gepostet von Barbara Spring am Freitag, März 11, 2016 Unter: Gefühle

Es gibt Zeiten, da geht gar nichts…


… die Kreativität hat sich verabschiedet, die Motivation ist am rumnörgeln, fühlt sich gedrängt, die positiven Gedanken wollen auch nicht wie sie sollten… ich sitze am PC… die Finger auf der Tastatur… zahlreich angefangenen Blogs warten darauf, dass sie weiter geschrieben werden… und alle bleiben sie angefangen. Einzelne Sätze geschrieben… alles wieder gelöscht. Genug. Sendepause. Funkstille.

Solche Zeiten kenne ich persönlich nach sehr intensiven Phasen. Wenn Körper und Seele genug haben und die Regie übernehmen. Die Botschaft: „Jetzt machen wir mal alle Pause“. Durchatmen. Bei sich selber ankommen. Geduld haben. Loslassen. Vertrauen. Energie tanken. Sich selbst die beste Beraterin sein.

Solche Phasen kennen wir wohl alle und sie dauern unterschiedlich lange. Jede/r für sich hat Strategien entwickelt… schon in der Kindheit… wie wir in solchen Zeiten mit uns und der Umwelt umgehen wollen, wie die anderen mit uns umgehen sollen. Und wir wissen auch: nichts dauert ewig; und: wir können sehr viel aus diesen „Stand-by-Zeiten“ lernen.

Es ist eine Art von innerem ausgebrannt sein. Kein Burnout. Über eine gewisse Zeit zu viel des Guten, zu wenig Pausen, die Selbstempathie ist zu kurz gekommen. Solche Phasen gilt es unbedingt zuzulassen. Das kann manchmal ganz schön herausfordernd sein. Vor allem, wenn die inneren und äusseren Antreiber immer wieder mit der "Peitsche" rumfuchteln… „hü… mach vorwärts… nicht stehen bleiben, nicht einschlafen… mach was! …und trotzdem kommen wir nicht in die Gänge.

Wozu ich das erzähle? Um Erfahrungen zu teilen. Um Mut zu machen, dass wir nicht immer hochtourig durch’s Leben brausen müssen. Wir können immer wieder einen Gang zurückschalten. Manchmal auch zwei. Und uns Zeit nehmen, Zeit geben. Bewusst und achtsam sein. Als erstes uns selber gegenüber. 

  • Was tut mir gerade gut?
  • Was brauche ich jetzt in diesem Augenblick?
  • Welche Gedanken nehme ich bei mir wahr?
  • Welche Gefühle werden dadurch ausgelöst? Wie fühle ich mich?
  • Was machen diese Gefühle mit mir?
  • Was würde mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern?
  • Mit wem möchte ich mich jetzt umgeben, austauschen?
  • Wie lange will ich in diesem inneren "Stand-by" bleiben? 
    • Wir Menschen sind ja bekanntlich Entscheidungen treffende Wesen... und kein anderer als wir selber bestimmen, ob und wie lange wir im "Stand-by-Modus" bleiben wollen
    • Wozu soll's den "gut" sein? Was habe ich davon, wenn ich in dieser Phase bin?
  • Was wird anders sein... danach... wenn ich wieder am ErLeben, am "Senden und Empfangen" bin?
  • Will ich mich belohnen? 
  • Will ich mich selber erMUTIGen? Wer oder was könnte mich erMUTIGen? Will ich das überhaupt? 
  • ....

·         Die Achtsamkeit gilt vor allem den kleinen Dingen des Alltags, bei jenen Dingen, die uns als ganz normal und selbstverständlich vorkommen. So zum Beispiel dass wir die Sonne realisieren, den neuen Tag bewusst begrüssen, dass wir jeden Morgen aufwachen und aufstehen können, dass wir Zähne haben, die wir putzen können, dass wir in einen x-beliebigen Laden gehen können und die Regale immer gefüllt sind, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, dass wir eine Lehre machen können/konnten, dass wir in einer Demokratie leben, dass wir Familie, Freunde haben, dass wir in einem friedlichen Land leben, dass wir nicht ständig um unser Leben fürchten müssen, dass Tiere wichtige Begleiter sind… Ergänzen Sie diese Aufzählung mit Ihren eigenen Achtsamkeitspunkten. 

Gut genug
Nicht immer mehr wollen, besser sein wollen, Perfektionismus anstreben… nicht immer mehr von dem oder von jenem… mehr Leistung, mehr Geld, mehr von… Es darf auch einmal genug sein. Dankbar sein wollen. Und die Phasen des inneren „Stand-by“ zulassen… eine Weile… und wieder in’s (Er-)Leben, ins Senden und Empfangen zurückkehren. Denn dort findet sich deutlich mehr Freude, Wertschätzung, Akzeptanz, Mitgefühl, Humor, Leichtigkeit…

Also raus aus der Funkstille… rein ins’s ErLeben!

In: Gefühle 


Tags: auszeit 

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