Identität(-skarte)

Gepostet von Barbara Spring am Freitag, August 26, 2016 Unter: Beziehungen

Wer bin ich?


Identität-(skarte) - jeder von uns hat eine; oder einen Pass; oder beides. Identität. Hmmm… was ist das jetzt genau?

Wer bin ich? Auf diese Frage antworten viele in etwa wie folgt: mein Name ist XY, ich lebe daundda, geboren bin ich am sovielten, ich bin verheiratet/ledig/geschieden/, habe (keine) Kinder. Es folgen Hinweise auf Tiere, die Wohnsituation, den Beruf und Hobbies. So… das wars. Einiges davon ist auch in den Identitätspapieren zu lesen.  

Doch WER bin ich?
Was macht mich zu der Person, die ich bin? Was ist mir wichtig, worauf lege ich Wert, wofür stehe ich ein?

Bin ich gutmütig, neugierig, stur, wissensdurstig, abenteuerlustig, verspielt, liebevoll, konsequent, draufgängerisch, herzlich, humorvoll, geradlinig. Sind mir Werte wie Ehrlichkeit, Familie, Freizeit, Harmonie, Liebe, Lebensstandard, Mitgefühl, Natur… wichtig. Wie verhält es sich mit meinen Bedürfnissen? Was bedeuten mir Verständnis, Rücksichtnahme, Mitmenschlichkeit, Freude, Spass, Originalität, Transparenz, Wertschätzung, Respekt, Akzeptanz… ? Welches sind meine wichtigen Lebenspfeiler?

Wie bin ich zu meiner Arbeit gekommen? Ist es mein Wunschberuf oder war’s der ausdrückliche Wunsch meiner Eltern dass ich diese Richtung eingeschlagen habe? Was war damals, als ich Kind war mein Traumberuf? Welche Komponenten finden sich davon in meinem heutigen Leben?

Wie verbringe ich die Zeit wenn ich nicht bei der Arbeit bin? Wozu? Was bedeutet’s mir? Weil ich darin Ruhe, Ausgeglichenheit, Bewegung, Abwechslung, Freude finde und erlebe?
Jetzt haben wir bereits ein deutlicheres Bild zu uns und unserer Lebenseinstellung. Natürlich nur, wenn wir das auch wollen.

Im Duden ist folgendes nachzulesen:

  1. Echtheit einer Person oder Sache; völlige Übereinstimmung mit dem, was sie ist oder als was sie bezeichnet wird
  2. (Psychologie) als »Selbst« erlebte innere Einheit der Person
  3. völlige Übereinstimmung mit jemandem, etwas in Bezug auf etwas; Gleichheit 

Echtheit und völlige Übereinstimmung
Also wann bin ich jetzt "echt"? Wann, wo, bei wem bin ich ganz ICH? Ohne mich auch nur ein klitzekleinwenig zu verstellen? Wie fühlt sich das für mich an? Und wo bin ich "nicht ICH"? Die spannende Frage dazu: wozu denn? Wovor habe ich Angst, wenn ich "ICH" bin? Was ist der "Nutzen" meines Verstellens? Ist diese Angst zu 100% berechtigt, wahr? Was löst dieser Gedanke für Gefühle, Gedanken, Erwartungen in mir aus? Und wie wär's wenn ich diesen Gedanken, diese Erwartung einmal beiseitelege? 

Als "Selbst" erlebte innere Einheit der Person. Wann erlebe ich mich als innere Einheit? Was bedeutet das für mich? Wie fühlt es sich an? Wann bin ich ganz bei mir? Ohne mich mit anderen zu vergleichen, ohne zu bewerten, ohne Leistung bringen zu müssen, ohne Anerkennung erhaschen zu wollen, ohne mich anzupassen. Einfach mit mir im Einklang sein. Wo, wann bin ich in diesem Zustand der inneren Einheit? 

"Das Grosse ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein"
- Sören Kierkegaard - 


Wenn ich all diese Fragen für mich beantwortet habe:
Wer bin ich? Will ich die Person sein, die ich bin?



In: Beziehungen 


Tags: wer bin ich 

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