Labyrinth - dem Weg vertrauen

Gepostet von Barbara Spring am Donnerstag, September 29, 2016 Unter: Selbstvertrauen

Hier geht's zum gleichnamigen Videoblog: https://youtu.be/9yLqnOfpNZw





Ein Labyrinth ist eine mehr oder weniger komplizierte Anordnung von Wegen, Pfaden, Gängen. Sie können sowohl in die Irre wie auch ans Ziel führen. Manchmal mit Umwegen verbunden, manchmal mehr oder weniger direkt. 

Immer wieder stellen wir uns die Frage: „Wo geht’s lang?!“
Wir stehen am Anfang und wissen nicht, was der nächste Schritt bedeutet, wohin uns der eingeschlagene Weg führen wird. Ob ein Weg vielversprechend ist oder nicht zeigt sich womöglich erst, wenn wir ihn gehen. Ist es ein Herzensweg? Ist es ein Weg den wir gerne gehen, weil wir ihn gehen wollen? 

Überblick verschaffen – wie ist das möglich in einem Labyrinth, wo alles miteinander verschlungen und doch irgendwie getrennt ist. Wir benötigen eine Strategie, einen Plan. Am liebsten einen Plan des gesamten Labyrinths. Denn der noch so vielversprechendste Weg sagt noch lange nichts darüber aus, ob er dann schlussendlich auch zum gewünschten / erhofften Ziel führt.

 „Es ist alles miteinander verbunden und hat einen Sinn. 
Obwohl dieser Sinn meist verborgen bleibt, wissen wir, dass wir unserer wahren Mission auf Erden nah sind,
wenn unser Tun von der Energie der Begeisterung durchdrungen ist“
(Paulo Coelho, Zahir)

Lassen wir der Fantasie freien Lauf
Fantasie. Eine zündende Idee. Es geht jetzt um das Entwickeln von Visionen, Möglichkeiten. Es spielt jetzt noch absolut keine Rolle ob es sich um realistische oder unrealistische Ziele handelt die wir im Kopf oder im Herzen trage. Kein Ziel ist zu hoch, zu weit, keine Vision zu verrückt als dass sie nicht gedacht werden kann.

Sicher können und sollten wir uns auch immer wieder fragen wo wir schlussendlich ankommen wollen, dort wo wir denken, hinkommen zu wollen. Auch ist es sinnvoll die uns zur Verfügung stehenden Vorgehensweisen zu prüfen. Doch lassen wir uns die Freiheit, zu Beginn alle Ideen aufkommen zu lassen. Seien sie noch so abwegig. Es geht bei diesem Schritt einzig und allein darum, Ideen zu produzieren. In Varianten zu denken. Den Träumen und Sehnsüchten Raum zu schaffen.

In Gedanken machen wir uns auf den Weg. Manchmal ohne recht zu wissen wie uns geschieht spüren wir: da wollen wir hin! All unsere Absichten, Hoffnungen, Wünsche, all unseren Ehrgeiz und all unseren Mut packen wir zusammen und richten alles auf dieses Ziel aus. Wir fühlen uns mit allen Sinnen hinein; wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken wie es dort, am Ziel für uns sein soll.

Alles was wir erreichen wollen, alles was wir sein wollen, alles was wir glauben brauchen zu müssen um… all das stellen wir uns so detailliert wie möglich vor. 

Ran an die Umsetzung
Nun können wir beginnen uns zu überlegen, welche Ideen umsetzbar sind und welche eben (noch) nicht. Auch stellen wir uns die Frage nach dem „Preis“. Was/wen sind wir bereit aufzugeben, loszulassen, mitzunehmen…

Es gehört ganz sicher eine gesunde Portion Kritik mit in die Umsetzungsfrage. Ist’s machbar? Wo sind mögliche Fallstricke verborgen? Gibt es einen Plan B? Was bedeutet uns unser Ziel wirklich? Welche wichtigen Werte „bedienen“ wir mit dem Erreichen dieses Ziels? Teilen wir uns den Weg in Etappen ein? Woran erkennen wir, dass wir am Ziel angekommen sind? Was soll dann anders sein? Wie wollen wir uns dann fühlen?

Ein wichtiger Aspekt ist sicher auch, dass wir unser Ziel aus eigener Kraft erreichen können. Wir spüren die Anstrengung, die uns dieser Weg kostet. Das ist ganz gut so. Denn so geben wir uns selbst auch immer wieder die Gelegenheit zu überprüfen: „Ist es mir wirklich wert? Bin ich noch auf Kurs?“ Sicher können wir uns Hilfe, Unterstützung holen. Doch wir sollten die Regie nicht aus der Hand geben. Es ist unser Ziel und somit sagen wir auch, wie wir es erreichen wollen, wie lange wir unterwegs sein wollen, was uns wichtig ist etc.  

Hindernisse - vor und während
Was hält uns womöglich auf, überhaupt den ersten Schritt zu tun? Oder verspüren wir den Wunsch plötzlich umzudrehen, aufzugeben? „Eigentlich“ ist alles klar. Wir könnten loslegen. Doch wir tun es nicht. Was ist unser „Nutzen“ an der aktuellen Situation? Welche Befürchtung oder Angst hält uns zurück? Werden unbewusste Grundüberzeugungen herangezogen, die z.B. besagen, dass wir ja sowieso scheitern werden; dass wir nicht das Recht haben um… Was glauben wir, was uns fehlt? Wenn wir diese Ressource(n) bei uns erkennen wird das Losgehen möglich.

Wenn wir zum Beispiel davon überzeugt sind (in unserem Unterbewusstsein), dass uns der Mut dazu fehlt XY zu tun... dann stellen wir uns doch folgende Frage: „War ich wirklich niemals mutig, erfolgreich, ausdauernd, fleissig etc?“
Ich bin mir zu 100% sicher dass jede/r sagen kann, dass er/sie mehrmals mutig, erfolgreich, ausdauernd, gleissig… gewesen ist. Also haben wir den Beweis erbracht: die benötigte Ressource ist in uns, sie ist ein Teil von uns! So können wir mit jeder Ressource verfahren, von welcher wir glauben, dass sie uns fehlt.

Wir gehen in unserem Layrinth weiter. Befürchtungen und Zweifel überkommen uns womöglich. Tun wir das Richtige? Wir bekommen keine Antwort. Hören wir auf unsere Intuition! Wir sehen am Horizont unser Ziel auftauchen; doch der Weg dorthin ist noch lang. Wir überwinden alle Hindernisse die uns begegnen. Wir schöpfen immer wieder neuen Mut, neue Kraft und lassen unser Ziel nicht aus den Augen. Ausdauer, Geduld, Energie werden verlangt.

Wir ertappen uns bei Gedanken wie: „warum muss alles was ich anpacke so schwierig sein?“; „warum stellen sich immer nur mir Hindernisse in den Weg?!“ und ähnliche entmutigende Sätze… wir kennen sicher alle einige von dieser Sorte, oder?

Was, wenn wir uns unsere Hindernisse gleich selber „mitbringen“? Als Lebensgrundüberzeugungen, als Erwartungen was für uns früher oder später eintreffen soll? Was, wenn wir uns in unserem Labyrinth immer wieder entscheiden, rechts abzubiegen und die anderen Möglichkeiten nicht ausprobieren wollen?

Wenn etwas nicht zum Ziel führt…
Dann tu‘ etwas Anderes. Bewusst und MUTig die eigene Komfortzone verlassen und einen anderen Weg gehen als bisher. Auch wenn wir nicht wissen, wo er hinführt. Manchmal ist das Unterwegs-sein das Ziel.

 

«Wenn du immer wieder das tust,
was du immer schon getan hast,
dann wirst du immer wieder das bekommen,
was du immer schon bekommen hast.

 

Wenn du etwas anderes haben willst,
tu etwas anderes!
Und wenn das, was du tust,
dich nicht weiterbringt,
dann tu etwas völlig anderes -
statt mehr vom gleichen Falschen!»

(Paul Watzlawick)

 

Alles was nicht funktioniert dürfen wir als Rückmeldung ansehen. Rückschläge als positive Rückmeldungen erkennen wollen. Ganz wichtig: stets Person und Verhalten voneinander trennen. Wenn ein Plan nicht funktioniert hat das nichts mit der Person per se zu tun. Jede/r ist gut genug so, wie er ist und gibt in diesem Augenblick sein Bestes! Das Wissen welcher Weg, welche Strategie etc. für unser Vorhaben nicht geeignet ist, ist doch eine tolle Ressource!

Es liegt beim Einzelnen, ganz bewusst die bisherige Sicht- und Denkweise verändern zu wollen. Das BeWERTen und VerGLEICHen stoppen. Nicht von «den ErWARTungen der Anderen» ausgehen. Was andere für «normal» halten muss für uns selbst nicht zutreffend sein. MUTig seinen Weg gehen.

Wir alle können viel mehr als wir glauben!

Indem wir uns kontinuierlich darin üben unseren Handlungsspielraum zu erweitern, erweitern wir unseren inneren und äusseren Horizont, unseren Glauben an uns selbst und an unsere Fähigkeiten. 

In: Selbstvertrauen 


Tags: vertrauen zusammenhänge wege 

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Ich freue mich auf Rückmeldungen und darauf, Sie kennen zu lernen!

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