Unser Gehirn – unsere DenkAnlage

Gepostet von Barbara Spring am Freitag, Februar 24, 2017 Unter: Denken - Fühlen - Handeln
Hier geht's zum gleichnamigen Videoblog: https://youtu.be/LBI4Kef-0Sk


Stellen wir uns einmal vor, unser Gehirn ist unsere persönliche GartenAnlage; unsere DenkAnlage. Jeder von uns entscheidet selbst, wie seine GartenAnlage auszusehen hat. Seit frühester Kindheit gestalten wir alle unseren eigenen Garten. Die Sorte der Pflanzen-(Gedanken)-Arten, wo Wege und Pfade gebaut, gegangen (gedacht) werden, wer Zugang hat, wer nicht... 


Quelle: nature background panorama_Fotolia_© araraadt_86520826_XS

Welche GartenArt trifft auf Sie zu? Was für ein Bild sehen Sie jetzt vor Ihrem geistigen Auge?

Die Pflanzen- und Gestaltungsvielfalt = die Gedankenvielfalt
Es ist unsere eigene DenkArt die entscheidet, wie unsere Anlage, wie unser Garten auszusehen hat.

Unser Gärtner (oder Gärtnerin); er hegt und pflegt die gesamte Anlage. Seine Aufgabe ist es alles in Schuss zu halten indem er Verblühtes wegräumt, Unkraut zieht, alles „in Form“ hält, Pflanzen stutzt, ihnen Halt gibt, Neupflanzungen vornimmt, Stecklinge ziehen, Saatgut ausbringen. Er giesst, düngt, hegt und pflegt. Einigen Pflanzen widmet er – bewusst oder unbewusst – mehr Aufmerksamkeit. Diese Pflanzen wachsen deutlich kräftiger, schneller und nehmen somit auch mehr Platz ein.

Wie ist es mit Ihrer DenkAnlage? Welchen Pflanzen (Gedanken) widmet Ihr Gärtner besonders viel Aufmerksamkeit? Ihre DenkAnlage… wie denken Sie? In welchen Dimensionen? Welche Gedanken machen Sie immer wieder (zu) wichtig die Sie dann hinunterziehen, Negatives erwarten lassen? Welche positiven, aufblühenden Gedanken denken Sie bisher zu wenig? Sie haben es selbst in der Hand dem Gärtner neue Anweisungen zu geben.

Manche Pflanzenarten überwintern und gedeihen im nächsten Frühling neu. Im individualpsychologischen Sinn gesprochen: Lebensstil, Grundüberzeugungen zu einem bestimmten Thema schlummern, bis der passende Trigger sie zu neuem Leben erweckt. Bleiben verdorrte, verblühte Pflanzenteile liegen, vermodern sie. Es sieht in diesen Regionen wenig ansprechend aus. Diese Ecken meiden wir ganz gerne, denn wir wissen, dass wir da ein unbearbeitetes Thema liegen haben, das uns unangenehm ist. Also lassen wir's dort. Doch unter dem Moder geht das Leben weiter. Und wenn die Zeit gekommen ist, durchbrechen diese unbewusst gepflanzten Pflanzen die Erdoberfläche und kommen ans Tageslicht. Der Lebensstil, die persönliche Grundüberzeugung wird aktiviert. 

Wege
Der Gärtner ist auch für alle Wege, Pfade u.ä. zuständig. Er bestimmt Breite und Machart. Ist es ein Pfad wo jeder Tritt bedacht werde sollte? Oder ist der Weg übersichtlich, oft gegangen (gedacht), dass Sie sich keine Gedanken! machen? Treten Sie immer wieder in dieselbe Delle, wettern darüber... und gehen diesen Weg trotzdem regelmässig auf gleiche Weise? Was, wenn der Gärtner beschliesst, einen Weg einfach so ohne Vorankündigung aufzuheben? Plötzlich gehen bekannte Strategien nicht mehr auf, Sie sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr… Sicherheit, Geborgenheit, Struktur, Gemütlichkeit… drohen verloren zu gehen. Jetzt gilt es, die eigene Komfortzone mutig zu verlassen, andere Möglichkeiten auszuprobieren. Neues zu entdecken und zu lernen. Neues an sich selbst und Neues ins Leben zu integrieren.

Neue Kulturen heranziehen – inneres Wachstum
Der Gärtner hat auch kreative Phasen und will eine neue Pflanze ansiedeln. Dazu benötigt er den geeigneten Platz. Altes muss weg, bevor Neues wachsen kann.
Welche alten, entmutigenden Gedanken sind Sie bereit los zulassen und durch positive, erMUTIGende zu ersetzen? Es benötigt etwas Übung (Zeit)… wie das Wachstum einer Pflanze ja auch, bis sie gross und stark ist.

Jahreszeiten
Die Jahreszeiten sind dem Gärtner bestens bekannt und jede hat halt so ihre Herausforderungen. Es geht darum mit den Begebenheiten, die von aussen an unseren Gärtner gestellt werden, umgehen zu können. Er wird sich etwas einfallen lassen, um seine Pflanzen zu schützen, sollte es möglicherweise zu lange trocken bleiben, wird er Wasser in den Garten bringen. Oder ein Gewitter kündigt sich an. Welche Pflanzen wird er schützen, welche kann er unbesorgt draussen am Wetter lassen? Er wird situative Entscheidungen treffen. 

Was von aussen an uns herangetragen wird, können wir oft nicht beeinflussen. Doch wir können uns immer entscheiden, wie wir mit der Situation umgehen wollen. Der Mensch ist ein Entscheidungen treffendes Wesen. Machen Sie sich diese Tatsache immer wieder zu Nutzen!

Annehmen was ist und das Beste daraus machen.

"Unser Leben ist, was wir daraus machen.
Der Aussenwelt zu zürnen wäre töricht. 
Sie kümmert sich nicht darum". 
- Marc Aurel - 

Neue Beete anlegen, Beete pflegen
 
Quelle: Bewässerung im Schrebergarten_Fotolia_© schulzie_81156087_XS

Der Gärtner hat erkannt, dass gewisse Ressourcen nicht mehr wie bisher benötigt werden. Also entscheidet er, welche Sorten (Gedanken) bleiben sollen und welche ausgesondert resp. ersetzt  werden sollen. Vielleicht bleiben einige Beete eine Weile brach. Doch auch diesen Beeten widmet der Gärtner sein Augenmerk… damit das Unkraut nicht die Regie nimmt.

Geeignete Werkzeuge
Auch das ist immer wieder eine Frage. Für welche Arbeit nimmt der Gärtner welche Werkzeuge? Sind die Schneidwerkzeuge zum Beispiel geschliffen? Wann Schaufel, wann Setzholz, wann Rechen…

Welche Werkzeuge verwenden Sie, wenn es um die Bearbeitung Ihrer GedankenAnlage geht? Welche Erwartungen, Bedürfnisse, Wünsche, Träume und Taten kommen wann zum Einsatz? Was geschieht, wenn Sie bewusst ein Werkzeug durch ein anderes ersetzen?

Nützliches hegen – Schädliches entfernen
Dazu gehört das Giessen und Düngen genauso wie das Schatten spenden… Schädlinge werden vom Gärtner entfernt sofern er sie erkennen/entdecken kann. Mit einer bewusst gewählten Pflanzanordnung kann er einiges dazu beisteuern, welcher Schädling von welchem Nützling „zum Frühstück verzehrt“ wird.

Welche Gedankenschädlinge können Sie bewusst durch GedankenNützlinge ersetzen? Was verändert sich dadurch in Ihren Gefühlen und in Ihren Handlungen?

Das Gartenhaus um „Kostbares“ aufzubewahren
Im Gartenhaus bewahrt der Gärtner all jene Dinge auf, die den äusseren Bedingungen schutzlos ausgeliefert wären und – früher oder später - zerstört würden. Möglicherweise gibt es im Garten auch ein Treibhaus um heikle Pflanzen ziehen zu können; und um ihnen Schutz zu bieten. Hier ist grosse Achtsamkeit gefragt; nicht zu heiss, nicht zu kalt, nicht zu trocken nicht zu nass… im Treibhaus regelt nicht die Natur sondern ausschliesslich der Gärtner das Wachstum und Fortbestehen der Pflanzen. 

Welchen Teil von sich schotten Sie von der Aussenwelt ab? Was darf niemand wissen? Wo sind Sie am verletzlichsten? Könnte nicht genau diese Verletzlichkeit eine wunderbare Ressource werden? Wie viel Energie wenden Sie auf, um diesen Teil von sich zu schützen?

Klare Grenzen
Wo beginnt die Anlage / der Garten? Wo sind Ihre Grenzen? Wie weit darf der Gärtner gehen? Wo betritt er fremdes Territorium? Nähe vs. Distanz. Wer darf Ihre GartenAnlage besuchen, wer nicht. Wem gewähren Sie einen Einblick in "Ihr Inneres?". Wo geht’s rein, wo wieder raus?  
Gibt es bestimmte Ecken, Orte zum Sein, für die Musse? Wo kann sich der Gärtner nach getaner Arbeit hinsetzen, geniessen, die Seele baumeln lassen?

Mit welchen GedankenAnlagen geben Sie sich Ruhe, tanken Sie neue Energie? Wer/was tut Ihnen gut? Wo grenzen Sie sich ab, wo machen Sie Ihre Grenzen (neu) auf?  

Sich seiner eigenen GedankenAnlage, seines eigenen inneren Gartens bewusst werden
Benutzen Sie diesen Blog um sich Ihrer eigenen GedankenAnlage, Ihres GedankenGartens bewusster zu werden.

Wir alle haben es in jeder Minute in der Hand – oder besser in unserem Gedankengut – wie wir unsere GartenAnlage gestalten wollen. Wenn wir uns andere Blumen wünschen, bedeutet dies nichts anderes als einen geeigneten Platz für diese Sorte Blume zu schaffen. Platz schaffen bedeutet, ein Beet leeren, eine Ecke die seit Jahren mit Unkraut überwuchert ist zu säubern… die innere GartenAnlage auf den Frühling vorbereiten… die Zeit dazu ist ideal. 


In: Denken - Fühlen - Handeln 


Tags: gedankenanlage 

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