Wie hätten Sie sie denn gerne, Ihre „Wunschwelt“?

Gepostet von Barbara Spring am Montag, Dezember 7, 2015 Unter: Lebensstil
Oder wie es um unsere bewusste Lebensgestaltung aussieht



Ein Experiment: Stellen wir uns einmal vor, dass wir während 24 Stunden so tun würden, als wäre unser Leben erfüllt von Gleichwertigkeit, Gleichberechtigung, Zugehörigkeit und Liebe. Alle Menschen tun das gleichzeitig.In dieser Zeit stehen alle negativen Denkweisen, alle negativen Handlungen, alle Kriegsmaschinerien einfach still weil sie schlicht und ergreifend keiner bedient. Keiner will – aus was für Gründen auch immer – einem anderen etwas Böses.

Zugegeben, es braucht etwas Fantasie. Aber da wir ja wissen, dass wir mit unseren aktuellen Gedanken unser Morgen gestalten… so ist es diese Fantasie doch wert so richtig in allen Facetten durchgedacht zu werden. Steigen wir also mit einer kindlichen Neugier: „mal schauen, was daraus möglich werden kann“ in dieses Experiment ein.

Wir Menschen sind gleichwertige Wesen. Wir gehören der gleichen Rasse an 
(Homo sapiens. lat., verstehender, verständiger bzw. weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch
[1]) 
Alle streben wir nach Güte, Mitgefühl, Fürsorge, Zuneigung, Liebe, nach Gemeinschaft, Respekt, nach Akzeptanz. Diese gemeinsamen Nenner - es sind Grundbedürfnisse - verbinden uns.
Nun können wir diese Bedürfnisse auf destruktive oder auf konstruktive Weise anstreben. Die Wahl liegt beim Einzelnen. 

In der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (Stand am 14. Juni 2015) sind Grundrechte, Bürgerrechte und Sozialziele niedergeschrieben:

Präambel

Im Namen Gottes des Allmächtigen!
Das Schweizervolk und die Kantone,
in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung,
im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken,
im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben,
im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen,
gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen,
geben sich folgende Verfassung1:


1 Angenommen in der Volksabstimmung vom 18. April 1999 (BB vom 18. Dez. 1998, BRB vom 11. Aug. 1999 - AS 1999 2556; BBl 1997 I 1, 1999 162 5986).

Art. 7 Menschenwürde
  • Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen
Art. 8  Rechtsgleichheit
  • 1 Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  • 2 Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.
  • 3 Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.
Alle Menschen sind gleichwertig, in allen ruht das gleiche Potenzial, alle sind wir mental, emotional und physisch gleich gestrickt. Wir sollten uns immer und immer wieder darin üben so miteinander umzugehen wie wir möchten, dass andere mit uns umgehen. Mit Respekt, Interesse, in Gleichwertigkeit und dabei die eigenen Grenzen kennen, setzen und erweitern zu wollen. Es verhält sich wie beim Echo...was wir aussenden kommt auch wieder zurück. Ganz wichtig dabei ist, dass wir mit uns selber respektvoll, wertschätzend und erMUTIGend umgehen. 

Viele Menschen werden von Geburt an trainiert das Negative, das Schlechte, die Dinge die nicht funktionieren zu sehen. Das "Sehen und Denken in Mängeln" wird geübt. Wir werden immer wie besser darin uns über Leistung zu definieren. Wir vergleichen, bewerten und (ver-)urteilen was das Zeug hält. Wir haben es ja von Kindsbein an so gelernt. Das macht "man" so! Ein wunderbarer Nährboden für negative Gedankenmuster und dadurch auch für negative Gefühle. 
Wir benötigen dringend und zwingend viel mehr positive Gedanken! Und dazu kann sich jede/r entscheiden - ganz bewusst jene Dinge erkennen zu wollen, die gut sind. Es hilft nichts auf andere zu warten und zu hoffen, dass die sich doch bitte endlich ändern sollen, dass die doch bitte endlich aufhören oder beginnen sollen... mit was auch immer...

"Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt zu sehen wünschen"
(Mahatma Gandhi)

Es ist so wichtig zu verstehen, dass das, woran wir glauben, wahr werden wird! Mit jedem Gedanken geben wir eine Bestellung auf, die dann auch geliefert wird! Das betrifft uns persönlich, unsere Beziehungen zu anderen, unsere Einstellung zum Leben, zum Fremden, zu Krieg oder Frieden, zu Feuer, Wasser, Natur, zu Geld, Gesundheit, ja sogar dem Wetter. Jeder/r formt durch sein Gedankengut seine Erlebnisse. Jede/r! 

Dieses Experiment fordert uns dazu auf deutlich aufmerksamer durch's Leben zu gehen. Aufmerksamer gegenüber uns selber, den anderen, den Tieren, der Natur, der Welt, dem Leben. So viele Dinge sind einfach "normal" und selbstverständlich und dabei vergessen wir, dass dem überhaupt nicht so ist. So dürfen wir immer wieder Dankbarkeit zeigen. Das (Er-)Leben schätzen wollen.

Wir Menschen sind gleichwertige Wesen

Was hindert uns also daran unser Denken auf jene Dinge zu konzentrieren, die uns miteinander, mit dem Leben, mit der Welt verbinden? Doch nur wir selber! Und was sind mögliche Gründe? Gefühle von Macht, Ohnmacht (ohne Macht), Angst, zu denken nicht gut genug zu sein, das ständige sich und andere Vergleichen, Wut, Neid, Unterdrückung... alles negative Gefühle. Und weil wir die ständig trainieren kommen wir mehr und mehr gar nicht mehr auf die Idee die andere, die helle Seite auch noch erkennen zu wollen.


Nur Augenwischerei?

Nein, ist es nicht! Noch einmal: wir Menschen sind Entscheidungen treffende Wesen. Wir können uns entscheiden, uns im Negativen oder im Positiven Denken und Verhalten zu üben. Wenn wir mehr Negatives trainieren, wird das Positive immer wie kleiner bis wir es kaum noch erkennen können. Wenn wir dagegen mehr Positives trainieren, wird dieses immer wie grösser und das Negative verliert an Kraft, Dominanz, an Präsenz. Wir werden in dem besser, was wir trainieren... es ist überall so; ob beim Sport, im Erlernen einer Sprache, beim Kochen, im Denken und Handeln. 

Dazu braucht es jedoch immer wieder die bewusste Entscheidung und eine innere Überzeugung. Und Geduld. Wenn wir uns ständig darüber aufhalten und uns ärgern, was alles in unserem (Er-)Leben nicht gut ist...kommen wir nie ins Handeln und irren weiter im Tal des Jammerns umher. Wir entscheiden uns, unsere Ressourcen haufenweise zu verschwenden.

Unser Gehirn ist ein Muskel den wir trainieren können. Wir können unser Hirn auf positive Konditionierung hin ausrichten, neue „Denkautobahnen“ zu bauen. Wenn wir wollen und dazu bereit sind. Es braucht die Bereitschaft, die alten, bekannten Muster erkennen und auflösen zu wollen. Das bedeutet manchmal auch wirklich harte Arbeit an sich… und Geduld. Doch letzten Endes wird es sich lohnen! 

Folgende Schritte können helfen, dem eigenen Denken auf die Spur zu kommen:
1.  Erkennen des aktuell negativen Denkens
2.  Überprüfen auf

=>    Realität und Logik 
  •       stimmt meine Wahrnehmung wirklich zu 100%
  •       gibt es Beweise dazu
  •       ist es überhaupt möglich 
  •       wer sagt das eigentlich
=> Nutzen davon (einen Nutzen daraus zu ziehen heisst, wie erreiche ich meine - oft unbewussten - Erwartungen?) 
  •             was nützt mir diese Sichtweise
  •       was bestätige ich mir immer wieder 
  •       was erlebe ich immer wieder 
  •       was hilft mir, meine Ziele, Erwartungen zu erreichen
=>  Aussensicht

  •      wie würde wohl XY diese Situation / Frage beurteilen
  •      was würde ich selber einem Freund als Hilfe zu einer solchen Situation / Frage sagen 

Diese Überprüfung kann alleine oder im Gespräch mit einer vertrauten Person stattfinden. Und was kommt dabei, wenn wir mit uns ganz ehrlich sind, heraus?

Was wir immer wieder tun können? Bewusst aus dem Negativdenken ausbrechen wollen! Die Entscheidung liegt beim Einzelnen. Immer und immer wieder. 

"Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt zu sehen wünschen"
(Mahatma Gandhi)

Geduld als wichtigstes Gegenmittel gegen die Wut, Hass, Unverständnis
Zufriedenheit, Dankbarkeit als wichtigstes Gegenmittel gegen die Gier, Undankbarkeit
Mut, erMUTIGung als wichtigstes Gegenmittel gegen die Angst
Verständnis, vertrauen wollen als wichtigstes Gegenmittel gegen Zweifel
Sich selbst verändern wollen als wichtigstes Gegenmittel gegen Zorn über andere
Quelle: (in Anlehnung an: Der Appell des Dalai Lama an die Welt – Ethik ist wichtiger als Religion)

Also kommen wir zum Experiment zurück: wie wäre es, wenn wir für 24 Stunden voller Geduld, Zufriedenheit, Mut, Verständnis und Selbstverantwortung leben würden? Wie sähe dann Ihre Welt aus?

Anmerkung: mir ist klar, dass sich die Menschheit nicht von heute auf morgen verändern lässt. Schliesslich sind wir schon eine ganze Weile auf diesem Planeten unterwegs und treiben unser Unwesen; wir Menschen haben noch viel zu lernen. Und daran glaube ich. 

Jeder Einzelne kann für sich beginnen erMUTIGt, in verbindende, wohlwollende Gedanken zu kommen. Immer wieder und immer wie öfter... und dadurch dieser eine Dominostein zu sein, der eine wunderbare Kettenreaktion auslöst... ein nächster wird von dieser erMUTIGten Geisteshaltung und Handlungsweise angesteckt und dann wieder einer, und noch einer...



Wollen Sie so ein erMUTIGender Dominostein sein?


 [1] Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mensch

In: Lebensstil 


Tags: "neues denken lernen" 

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Ich freue mich auf Rückmeldungen und darauf, Sie kennen zu lernen!

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